Pflichten als Energieversorger

Wir speisen seit 2012 in den erzeugten Strom auch direkt vor Ort in Gebäude ein. Nur der überschüssige Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Grund dafür ist, dass seit April 2012 nur mehr 90 % des erzeugten Stroms nach EEG gefördert werden, der Rest nach dem durchschnittlichen Preis an der Leibziger Strombörse. Der Preis ist aber seit etwa 2005 im stetigen Fall begriffen und liegt derzeit bei ca. 3,5 Cent/kWh. Wir sind somit gezwungen einen Teil zu verkaufen.

Wer Strom im Gebäude, auf dem er eine PV-Anlage betreibt, an den Gebäudeeigentümer verkauft, muss aber auf den von Ihm erhobenen Strompreis EEG-Umlage und MWSt entrichten. Dem Übertragungsnetzbetreiber muss die voraussichtlich im Gebäude eingespeiste Strommenge 2 Monate im Voraus mitgeteilt werden, damit man in den Genuss einer um 2 Cent ermäßigten EEG-Abgabe kommt. An Hand dieser Angaben verrechnet der Übertragungsnetzbetreiber dann jeden Monat die an ihn abzutretende EEG-Umlage. Die Jahresendabrechnung erfolgt im darauf folgenden Jahr. Seit August letzten Jahres hat uns der Gesetzgeber auch diese 2 Cent Grünstromprivileg, wie er es nannte, gestrichen. Deshalb sind auch die Abgaben für die EEG-Umlage 2014 erheblich angestiegen.

Die BürgerEnergie Zabergäu speist derzeit in den Kindergarten Hofstatt, das Jugendzentrum Güglingen und in die Schreinerei Dölker in Zaberfeld Strom ins Gebäude ein.

2013 wurden insgesamt 11.811 kWh eingespeist und dafür netto 2421,21 € in Rechnung gestellt. Davon musste an die TRANSNET EEG-Umlage in Höhe von 387,05 € abgeführt werden.
2014 wurden insgesamt 12.912 kWh eingespeist und dafür netto 2365,36 € in Rechnung gestellt. Davon musste an die TRANSNET EEG-Umlage in Höhe von 632,42 € abgeführt werden.
2015 wurden insgesamt 13.082 kWh eingespeist und dafür netto 2.411,01 € in Rechnung gestellt. Davon musste an die TRANSNET EEG-Umlage in Höhe von 807,16 € abgeführt werden.